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Lokalsport

Einmal wie die Großen fühlen! Pokalabend in Gremmendorf.

 Am Ende eines packenden Pokalfights stand es 3:2 für die Gäste vom TuS Saxonia, doch musste sich der Tabellenzweite der Bezirksliga diesen Sieg und den damit verbundenen Einzug ins Pokalfinale hart erkämpfen.

Nach gespielten zwei Minuten in der zweiten Halbzeit war es den Münsteranerinnen gelungen das 2:0 zu markieren. Doch wer dachte, dieser Vorsprung sei ein sanftes Ruhekisse, der sah sich getäuscht. Die Frauen aus Gremmendorf steckten nicht auf und hielten das Spiel bis zum Schluss offen. Sechs Minuten vor dem Ende gelang ihnen gar der Treffer zum 2:2 Ausgleich. Für die Saxoninnen weckte der Ausgleich Erinnerungen an die Hinspielbegegnung der beiden Teams in der Liga. Dort hatte Saxonia bereits mit 3:1 auf des Gegeners Platz geführt, um sich am Ende mit 3:4 geschlagen geben zu müssen. Doch an diesem Abend stand der Fußballgott auf Seiten der rot-weißen Saxoninnen. Zwei Minuten vor dem Ende gelang ihnen der entscheidende Treffer zum 3:2. Begünstigt wurde der Treffer sicherlich durch den Ausfall der gremmendorfer Torhüterin, die daraufhin eine Feldspielerin ins Tor stellen mussten. Trotzdem gingen die Frauen aus Münster am Ende verdient als Siegerinnen vom Platz, hatten sie sich doch im Laufe des Spiels eine Vielzahl von Großchancen erarbeitet, die sie allerdings viel zu häufig ungenutzt ließen. Diesmal aber wurden sie nicht dafür bestraft und konnten sich über den Einzug ins Pokalfinale freuen. Nach dem Spiel konnte man die Siegerinnen "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" singen hören. Einmal fühlen wie die Großen...   

4.4.07 10:11


Konrad Koch - der vergessene Vater des deutschen Fußballs

Franz Beckenbauer, der letzte deutsche Kaiser, wurde dieser Tage mit dem Sport-Oscar, dem Laureus-Sports-Award, ausgezeichnet. Der Vater des deutschen Sommermärchens wird überhaupt überhäuft mit Preisen und Auszeichnungen. Zu recht möchte man sagen, denn soviel Spaß hat Fußball in Deutschland vielleicht noch nie gemacht, wie im WM-Sommer 2006. Doch der eigentliche Vater des deutschen Fußballs kommt nicht etwa aus München und entstammte auch nicht der alt-Herren Riege des DFB. Konrad Koch war Gymnasialprofessor im niedersächsichen Braunschweig - und kaum einer kennt diesen Pionier der Leibesübungen heute noch. Nur eine kleine Ehrentafel am braunschweiger Gymnasium Martino-Katharineum erinnert heute noch an den deutschen Begründer der schönsten Nebensache der Welt. Im Herbst 1874 war das. Auf dem "Kleinen Exerzierplatz" in Braunschweig warf Koch einen eigens aus England herbei geschafften Fußball unter die Jungen und beobachtete, was passierte. Dies kann als die Geburtsstunde des Fußballs in Deutschland gelten und Koch somit als Vater des deutschen Fußballs. Er beließ es aber nicht bei dieser ersten Geburtshilfe. Bereits ein Jahr nach diesem geschichtsträchtigen ersten Spiel, welches leider doch recht in Vergessenheit geraten ist, verfasste Koch die ersten deutschen Fußballregeln. Dem Lehrer ging es dabei nicht nur um das eigentliche Spielen. Koch war vor allem die erzieherische Seite wichtig. Seine Fußballregeln enthalten daher auch einen Gesundheitsteil, der die Spieler vor Verletzungen, aber auch vor Krankheiten in Folge des Spielens im Freien schützen sollte. So findet sich in diesen Vorschriften unter d. bespielsweise Folgendes: "Es wird bei der Einrichtung des Spielplatzes dafür Sorge getragen, dass kein Spieler gegen den Ostwind anzulaufen hat." Auch einen Kaiser hatte das Spiel damals schon. Zwar keinen Kaiser Franz, dafür aber einen Spielkaiser, der die Funktionen des Mannschaftskapitäns und Schiedrichters in einem übernehmen sollte. Streitigkeiten sollten zwischen den beiden Spielkaisern ausgehandelt werden. Doch wehte dem Fußball an sich einer eher strenger Wind entgegen. Vor allem die Turner, die in dieser Zeit ein quasi-Monopol auf Körperertüchtigung und Leibeserziehung zu haben glaubten, lehnten den englischen Sport ab. Sie verspotten ihn als Fußlümmelei, Stauchballspiel und englische Krankheit. Die Haltung beim Spielen ähnele der Haltung von Affen - einem auf korrekte Haltung bedachten Turner völlig unwürdig. Auch die englischen Ausdrücke waren den stramm nationalen Trunern ein Dorn im Auge. Doch auch hier bemühte sich Koch um Abhilfe. Koch brachte dem Fußball einfach deutsch bei. So gehen Ausdrücke, wie Abseits und Abstoß auf den Philologen zurück. Koch machte sich auch als erster Fußballhistoriker verdient. So schrieb er 1894 "Die Geschichte des Fußballs in Antike und Moderne". Auch das in der Absicht aus der "englischen Krankheit" ein Spiel mit weit zurück reichender Tradition zu machen, dass auch durchaus im deutschen Mittelalter verwurzelt war. Doch unvergessen scheint Konrad Koch nur wenigen. Der Lokalhistoriker Kurt Hoffmeister hat dem Fußballpionier mit seinem Buch "Fußball. Der Siegeszug begann in Braunschweig" ein kleines Denkmal gesetzt. Doch die im Titel erwähnte Stadt, die sich wohl rühmen könnte die Wiege des Fußballs in Deutschland zu sein, ehrt seinen ersten Fußballhelden nicht mit gleicher Inbrunst und hat nichtmal ein kleines Denkmal aufgestellt.
4.4.07 16:10


Alles beim Alten

Von wegen "der Pokal hat seine eigenen Gesetze". Diese Hoffnung hielt beim Aufeinandertreffen der beiden Ruhrpottclubs aus Essen und Duisburg nur bis in die Verlängerung. Dann war die Kraft der Frauen von der SG Essen-Schönebeck aufgebraucht und Duisburg konnte sich schlussendlich doch standesgemäß mit 5:1 durchsetzen, auch wenn dieses Ergebnis in seiner Höhe doch etwas zu deutlich ausfiel.

Gewonnen hatte bei diesem Spiel aber vor allem der Frauenfußball. Nicht nur, dass mit diesem Duell vielleicht ein neuer Ruhrpottklassiker geboren wurde. Nein, erstmal konnte ein Halbfinale im DFB-Pokal life im Fernsehn verfolgt werden. Der WDR zeigte die komplette Partie, die auch mit einer würdigen Kulisse aufwarten konnte. 3750 Zuschauer und Zuschauerinnen hatten sich im Essener Stadion "Am Hallo" eingefunden, unter ihnen DFB-Boss Zwanziger, sowie Bundestrainierin Sylvia Neid und sogar Trainerlegende Otto Rehagel hatte es sich auf der tribüne bequem gemacht. Sie alle bekamen eine spannende Partie zu sehen, in der sich der Außenseiter aus Essen sehr achtbar schlug und das zwischenzeitliche 1:0 nochmal umdrehen konnte. Doch am Ende reichte die Kraft wohl doch nicht für ein Pokalwunder und die routinierteren Frauen aus Duisburg dürfen nun zu einem weiteren Schlagerspiel nach Berlin reisen. Denn nun wartet der FFC Frankfurt - und eigentlich muss nun Duisburg auf die eigenen Gesetze des Pokals hoffen, um die Truppe um Prinz und Lingor in ihrem "Wohnzimmer" zu schlagen...

10.4.07 17:50





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